Pastoraler Raum in Bielefeld

eine dicht kooperierende Gemeinschaft von selbständig bleibenden Gemeinden mit einer Leitung und einem gemeinsamen Seelsorgeteam.

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Auf dem Weg zu einer einzigen katholischen Pfarrei
  

Gemeinden feiern nächsten Schritt des Zusammenschlusses mit einer  gemeinsamen Vesper am Sonntag   

VON ARNO  LEY  

• Bielefeld. Die gesamte Stadt Bielefeld könnte ab 2025 eine, gemeinsame Pfarrei (gemeint ist hier "Postaraler Raum" so ist die Information vom Dekantsbüro Bielefeld) sein. Das ist das Ziel. einem Vespergottesdienst -am . kommenden Sonntag, 2. Februar, ab 17 Uhr in St. Jodokus feiern die Bielefelder Katholiken den nächsten Schritt dorthin. Die bisher 17 Gemeinden schließen sich zu drei - „Pastoralen Räumen" zusammen.  

Für den einzelnen Katholiken wird die Änderung kaum spürbar sein, ebenso wenig wie der Zusammenschluss von Gemeinden zu Pastoral-verbünden in den vergangenen –Jahren. Alle Kirchen bleiben geöffnet, die Gemeinden, so sie es wollen, zunächst selbstständig, -. Der Klerus aber und die hauptamtlichen Mitarbeiter rücken enger zusammen.  „Wir dienen nicht den Strukturen. Die Strukturen sollen dem Glauben dienen", erklärte gestern Dechant Klaus Fussy: Sein Dekanat umfasst Bielefeld und den gesamten Kreis Lippe. 


In Bielefeld wird, voraussichtlich Norbert Nacke, bisher Pfarrer in der Gemeinde St. Jodokus, die Leitung überneh-men. Zunächst leitet er nun den Pastoralen Raum Nord, der neben der Innenstadt-gemeinde auch die in den Stadtbezirken Dornberg, Gadderbaum; Jöllenbeck und Schildesche umfasst. Für den Osten der Stadt übernimmt Bernhard Brackhane aus Heepen die, Leitung. Der Süden hat sich bereits, zu einer neuen Pfarrei St. Elisa-beth zusammengeschlossen.  Das Pastorale Team leitet, Hubert Maus. Die römische Kirche bemüht sich, mit ihren organisatorischen Verän-derungen einerseits dem Rückgang an Gläubigen, gegenwärtig gibt es 55.000 Katholiken in Bielefeld, und dem Fehlen von Mitarbeitern zu begegnen. Andererseits soll so auch dem veränderten Lebensalltag der Menschen entsprochen werden. „Viele Menschen sind auf der Suche nach Religion, fühlen, sich nicht an eine Gemeinde gebunden oder wollen dies auch nicht", sagt Brackhane. Der Zusammenschluss soll es einfacher machen, die Mitarbeiter nach speziellen Kenntnissen und Fähigkeiten einzusetzen. „In der kleinen Gemeinde muss jeder alles machen. Wenn wir gemeinsam arbeiten, kann jeder das tun, was er am, besten kann:" Fussy berichtet von einem Weihnachtsmahl für Arme und Obdachlose. Dazu melden sich immer wieder zahlreiche Helfer. „Einige davon, sehe ich das ganze Jahr nicht mehr." Es gebe viele pastorale Orte außerhalb der Kirchengebäude, wo Menschen sich treffen. Das Ehrenamt, in dem der Einzelne sich über viele Jahre für eine Sache einsetzt, weiche der Hilfe bei einzelnen Projekten, meint Hofnagel. „Das fordert auch von uns Veränderung."  

NW Bielefeld Ausgabe 23 vom 28. 1. 2014