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Multimediale Lesung mit Stefan Weiller vom 5. November

Ach neee, lass man,

das war die häufigste Reaktion, als ich Einladungen für einen ungewöhnlichen Abend verteilte. Das Thema „Tod und Sterben“ schien vielen zu traurig. „Der November ist so schon trüb genug“, bekam ich oft zu hören. Umso schöner war es, dass sich doch gut 60 Besucher auf Einladung der Kolpingsfamilie St. Meinolf in der Kirche St. Hedwig einfanden.

Der Autor Stefan Weiller besucht seit vielen Jahren Hospize in ganz Deutschland. Er spricht mit Sterbenden über das Leben, das Sterben und den Tod und ganz besonders über Musik. Das, was ihm begegnet, schildert er in ungewöhnlichen Lesungen. Diesmal war Stefan Weiller solo unterwegs. Der Eindrücklichkeit schadete es nicht. Der Abend war so vielfältig wie das Leben selbst. Manchmal traurig, oft fröhlich, manchmal nachdenklich, und er bot viele Denkanstöße für die Zuhörer.

Es war kein Abend zum Lachend-auf-die-Schenkel-klopfen. Aber es war ganz sicher auch kein trauriger Abend. Und wer jetzt vielleicht neugierig geworden ist, dem empfehle ich einen Blick auf die Homepage von Stefan Weiller, die viele Texte, Filme und Reportagen über seine Arbeit enthält. https://www.und-die-welt-steht-still.de/

Text: Chr. Kleine
Fotos: JAT