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Trauer um den langjährigen Dechanten Klaus Fussy

Wie gestern bekannt wurde, ist der katholische Pfarrer im Alter von 63 Jahren verstorben.

Bielefeld (cpa). Er war einer, der sich Zeit nahm, um zuzuhören und immer die Ruhe bewahrte. Sich um die Armen und Obdachlosen in der Stadt zukümmern, war für Klaus Fussy eine Herzensangelegenheit. 13 Jahre lang stand der Pfarrer an der Spitze des katholischen Dekanats Bielefeld-Lippe. Wie gestern bekannt wurde ist Klaus Fussy jetzt im Alter von 63 Jahren nach längerer Krankheit

Tod Pfarrer Fussy Fussy wurde am 24. April 1956 in Rietberg-Neuenkirchen geboren. Im Mai 1983 erhielt er im Hohen Dom zu Paderborn die Priesterweihe durch den damaligen Erzbischof Johannes -Joachim Kardinal Degenhardt.

Als Vikar war Fussy zunächst unter anderem in Siegen, Warburg und Paderborn tätig, bevor er 1996 als Pfarrer nach Bielefeld kam. Bis 2014 war Fussy hier in der katholischen Kirchengemeinde St. Iohannes  Baptist in Schildesche tätig, dann wechselte er in die Innenstadt und das Pfarrhaus der St.-Joseph-Gemeinde.

Bereits im Jahr 2001 war Fussy zum Regionaldekan der damaligen Seelsorgeregion Minden-Ravensberg-Lippe ernannt worden. Im Jahr 2005 wurde er Dechant des damaligen Dekanats Bielefeld, von 2006 bis 2019 dann Dechant im Dekanat Bielefeld-Lippe, zu dem etwa 100.000 Katholiken in Bielefeld, im Kreis Lippe und Bad Pyrmont zählen. In dieser Zeit machte Fussy die Ökumene zu seinem Schwerpunkt. Im vergangenen Juni hatte der 63-Jährige überraschend seinen Rücktritt von diesem Amt bekannt gegeben, sein Nachfolger wurde Pfarrer Norbert Nacke.

Fussy war als Priester im Pastoralen Raum Bielefeld-Ost tätig. Daneben leitet er mit einem Team das Citykloster Bielefeld und engagiert sich intensiv bei der katholischen Laienbewegung Sant`Egidio für Arme und Bedürftige. Bis zuletzt. „Er war mit Leib und Seele Priester und ist immer ein spirituell ausgerichteter Mensch gewesen“, sagt der Bielefelder Pfarrer Bernhard Brackhane vom Pastoralteam Bielefeld-Ost, der Fussy bereits aus dem gemeinsamen Studium kannte. Für seine freundliche und zugängliche Art sei Fussy auch von den Mitarbeitern hoch geschätzt gewesen. Die Gemeinschaft Sant'Egidio, das Leben und Beten mit den Armen sei Fussy immer ein persönliches Anliegen gewesen, so Brackhane. „Er war ein engagierte Seelsorger auf Augenhöhe.“

Als ruhigen, gelassenen Menschen, der aber etwas zusagen hatte, beschreibt Gemeindereferentin Bärbel Lödige vom Citykloster Klaus Fussy. „Er war ein sehr guter Prediger. Er wird fehlen, aber nicht nur als Pfarrer, sondern auch als Weggefährte.“

Bericht wurde mit Erlaubnis  der NW vom 10.3.2020 entnommen.

Weitere Informationen siehe
 https://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/22719969_Trauer-um-langjaehrigen-katholischen-Geistlichen.html