Prävention

Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gesucht 

Studie: Missbrauchsfälle im Erzbistum Paderborn sollen aufgearbeitet werden

Der offizielle Aufruf zu diesem Forschungsprojekt ist durch Dr. des. Christine Hartig, der Projektkoordination der Studie „Kirchenhistorische Einordnung zum Missbrauch im Erzbistum Paderborn (1941–2002)“, erfolgt und aktuell unter anderem auf der Homepage der Universität Paderborn zu finden:
Zeuginnen und Zeugen gesucht

Das Thema sexueller Missbrauch hat im inner- und außerkirchlichen Raum heftige Debatten ausgelöst. Wesentliche Fragen sind aber weiterhin offen. Vor diesem Hintergrund hat das Erzbistum Paderborn die Universität Paderborn mit einer historischen Studie beauftragt. Prof. Dr. Nicole Priesching und Dr. des. Christine Hartig suchen daher Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die als Minderjährige sexuelle Gewalt von Klerikern erlebten oder von sexuellen Übergriffen Kenntnis hatten. Zentrales Anliegen der Studie ist es, die Machtbeziehungen und Strukturen herauszuarbeiten, die sexuellen Missbrauch förderten und Aufklärung verhinderten.

Dem Persönlichkeitsschutz der Betroffenen kommt höchste Priorität zu. Die Mitarbeitenden am Forschungsprojekt sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Auskünfte und Interviews werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergeleitet. Alle Informationen werden anonymisiert. Die Projektbeteiligten arbeiten unabhängig vom Erzbistum. Ergebnisse werden der Öffentlichkeit nach Ende der Studie in Buchform vorgestellt.

Betroffene erreichen Dr. des. Christine Hartig von Montag bis Mittwoch telefonisch unter 05251-60-4432 oder per Mail anchristine.hartig(at)uni-paderborn(dot)de. Auch der postalische Weg ist möglich: Christine Hartig, Universität Paderborn, Institut für Kirchen- und Religionsgeschichte, Warburger Str. 100 in 33098 Paderborn. (https://kw.uni-paderborn.de/institut-fuer-katholische-theologie/kirchen-und-religionsgeschichte/forschungsprojekte/projekte-des-lehrstuhls/missbrauch-im-erzbistum-paderborn-eine-kirchenhistorische-einordnung)

Thomas Wendland, ist seit Anfang 2021 neuer Interventionsbeauftragter der Erzdiözese am Paderborn.

Am Mittwoch, 21. April 2021, informierte Thomas Wendland den Priesterrat des Erzbistums Paderborn über die Maßnahmen und den aktuellen Stand der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Paderborn. Zur Aufarbeitung gehört ebenfalls das zuvor genannte Forschungsprojekt (siehe: www.erzbistum-paderborn.de/aktuelles/unser-ziel-ist-glaubwuerdige-aufarbeitung/ )

Wer vor Ort zu diesem Thema Fragen hat, kann sich gerne an unsere Präventionsfachkräfte Frau Niehaus und Herrn Niedenführ wenden.